USA: Inflationsrate springt kräftig in die Höhe

Die Inflationsrate in den USA hat im März mit Leichtigkeit die 2%-Marke überwunden. Sie sprang von 1,7% im Februar auf nun 2,6%. Dabei verliehen ihr vor allem die Energiepreise deutlichen Auftrieb. Der Weltmarktpreis für Rohöl der US-Sorte WTI bewegt sich mittlerweile wieder auf dem Vorkrisenniveau, nachdem er im Frühjahr 2020 kräftig eingebrochen war. Besonders über die Kraftstoffpreise bekommen die Verbraucher die Teuerung nun zu spüren.

Trotz des zuletzt deutlich verstärkten Preisauftriebs hat die Inflationsrate im März nur ein Zwischenziel erreicht. Als nächstes dürfte sie zum Sprung über die 3%-Marke ansetzen. In den kommenden Monaten wird sie auch diese wohl klar hinter sich lassen. Die Energiepreise bleiben gegenüber dem Vorjahr gerechnet dabei eine treibende Kraft, auch wenn der Weltmarktpreis für Rohöl auf Sicht von drei Monaten etwas niedriger tendieren dürfte. Mit der starken Konsumnachfrage, die vor allem durch die im 1,9 Bio. US-Dollar schweren Konjunkturpaket enthaltenen Direktzahlungen an die Haushalte entfacht wird, hat sich darüber hinaus auch der Preissetzungsspielraum für Unternehmen bei Gütern und Dienstleistungen wieder etwas erhöht.

Von Dauer ist der stärkere Preisdruck aber wohl nicht. Wir erwarten, dass sich die Inflationsrate in den USA ab dem Sommer wieder abwärts bewegt. Der Basiseffekt, der maßgeblich für den aktuell steilen Anstieg der Verbraucherpreise verantwortlich ist, läuft dann aus. Anfang 2022 sollte sich die Inflationsrate daher nur noch leicht oberhalb von 2% bewegen.

Alexander Buhrow

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