DZ BANK Euro-Indikator: Jahresstart mit Rückenwind

Der Euro-Indikator startet mit mehr Tempo ins Jahr 2026: Die Finanzmärkte stützten, und die steigenden Auftragseingänge lassen auf eine Belebung der Industrieproduktion hoffen. Der Bausektor bremst jedoch. Insgesamt zeichnet sich eine schrittweise Erholung der Konjunktur im Euroraum ab.

 

Das Bild zeigt zwei Diagramme, die wirtschaftliche Indikatoren darstellen:

1. **Linkes Diagramm**: Der "DZ BANK Euro-Indikator" gewinnt an Tempo. Die Grafik zeigt den Indexwert des Euro-Indikators von 2018 bis 2028 im Vergleich zum Basiswert 2000-10.

2. **Rechtes Diagramm**: Die Erholung erfolgt schrittweise und ist kein "Sprint". Es wird die prozentuale Veränderung des Euroraum-BIP im Vergleich zum Vorjahr dargestellt, zusammen mit dem Euro-Indikator.

Beide Grafiken verfolgen die wirtschaftliche Entwicklung und Prognosen für den Euroraum bis 2028 und zeigen, wie sich der Euro-Indikator und das BIP über die Jahre verändert haben.

 

Zum Jahresauftakt sendet der Euro-Indikator der DZ BANK ein klares Aufwärtssignal. Er stieg im Januar auf 98,5 Punkte (+0,5% gegenüber dem revidierten Dezemberwert) und liegt 1,6% über dem Wert des Vorjahres. Damit setzt sich die Stabilisierung fort, ein kräftiger Aufschwung ist daraus allerdings noch nicht abzulesen. Handelspolitische und geopolitische Risiken prägen weiterhin den Ausblick.

Den stärksten Impuls liefert der Finanzsektor:
Die Aktienmärkte starten stark ins Jahr und die Zinsstrukturkurve bleibt positiv. Zudem gewinnt die reale Geldmenge wieder etwas an Schwung, was Finanzierung und Investitionen unterstützt.

In den Umfragen bleibt das Bild zweigeteilt.
Die Industrie nähert sich mit einem PMI von 49,5 zwar der Expansionsschwelle, bleibt aber noch darunter. Der Dienstleistungssektor wächst mit einem PMI von 51,9 etwas weniger dynamisch weiter. Gleichzeitig verbessern sich die Produktionserwartungen und das Konsumentenvertrauen hellt sich auf – die Haushalte sind weniger pessimistisch, ohne jedoch in Konsumlaune zu verfallen.

Unter den „harten” Wirtschaftsdaten fallen der erneut kräftigere Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe und die zunehmende Zahl offener Stellen positiv auf. Der Bausektor bleibt dagegen ein Schwachpunkt, da die Genehmigungen wieder zurückgegangen sind. Fazit: Der Januar stützt das Basisszenario einer moderaten Erholung, das nun durch Exporte, Industrieproduktion und Bau bestätigt werden muss.

 

-- Matthias Schupeta