Bitcoin & Co. – Ende des Krypto-Winters?

Der jüngste Krypto-Winter weist in Ausmaß und zeitlicher Dauer starke Parallelen zu vorherigen Preisabschwüngen auf. Unterschiede gibt es hingegen bei den jeweiligen Belastungsfaktoren.
 

Das Bild stellt ein Diagramm dar, das die Preisentwicklung von Bitcoin von 2010 bis 2022 zeigt. Im Diagramm wird der Bitcoin-Preis in USD im logarithmischen Maßstab abgebildet, wodurch exponentielle Preissteigerungen und -rückgänge übersichtlicher dargestellt werden können.

### Inhalt des Diagramms:

1. **Preisentwicklung:** 
   - Das Diagramm zeigt, dass Bitcoin einen langfristigen Aufwärtstrend verfolgt. Es gibt mehrere drastische Höhen und Tiefen, die von hoher Volatilität zeugen.

2. **Höhepunkte der Volatilität:**
   - Die konzentrischen Kreise heben spezifische Perioden hervor, in denen die Preisbewegungen besonders ausgeprägt waren.
   - Diese können auf Blasenbildung oder markante Marktereignisse hinweisen, die für signifikante Preisänderungen sorgten.

3. **Allgemeiner Trend:**
   - Insgesamt steigt der Preis von Bitcoin über den dargestellten Zeitraum, jedoch mit periodischen dramatischen Rückschlägen.

### Marktverhalten und Volatilität:

- **Aufwärtstrend bei hoher Volatilität:**
  - Die erkennbaren Schwankungen von Höchst- zu Tiefstwerten spiegeln die volatile Natur von Kryptowährungsmärkten wider.
  - Bitcoin zeigt einen signifikanten Preisanstieg trotz der wiederkehrenden Volatilität.

- **Anlageinteresse:**
  - Solche Preisbewegungen ziehen sowohl kurzfristig orientierte Trader als auch langfristig investierende Anleger an.

Das Bild kann als eine bildliche Darstellung von Bitcoins Reise durch verschiedene Marktzyklen betrachtet werden, die auf spekulativen und fundamentalen Faktoren basieren.


Das Jahr 2022 hat Marktteilnehmern in ausführlicher Art und Weise die Schattenseiten des Krypto-Segments aufgezeigt. Der Bitcoin musste enorme Kursverluste mit bis zu etwa -75% hinnehmen und verzeichnete zeitweise ein Zweijahrestief im Bereich der 15.000-USD-Marke. Auslöser für den Kursverfall waren zum einen „hausgemachte“ Probleme in Form von Negativschlagzeilen rund um bedeutende Marktteilnehmer des Segments mit Bilanzskandalen und Insolvenzen. Hinzu kamen veränderte makroökonomische Rahmenbedingungen. So haben hohe Inflationsraten Notenbanken weltweit zu einer restriktiveren Geldpolitik mit deutlichen Leitzinsanhebungen veranlasst.

 

An der Nachrichtenlage aus dem Krypto-Sektor hat sich zuletzt zwar wenig geändert. Der Bitcoin-Kurs hat sich vor dem Hintergrund der aufgehellten globalen Rahmenbedingungen an den internationalen Finanzmärkten dennoch spürbar erholt und mit einem Plus von etwa 40% im Januar den besten Jahresstart seit einem Jahrzehnt hingelegt. Viele Beobachter stellen sich daher die Frage, ob der sogenannte Krypto-Winter möglicherweise bereits sein Ende gefunden hat.

 

Basierend auf der noch jungen Historie des Bitcoin-Kurses lassen sich neben dem ausgeprägten Preisverfall des vergangenen Jahres zwei weitere große Krisen ausmachen (2013 – 2015 und 2017 – 2018). Alle drei Phasen weisen sowohl hinsichtlich des Ausmaßes als auch der zeitlichen Dauer starke Parallelen auf. Zumindest Bitcoin-Anhänger dürften dies als Hinweis auf das Erreichen eines Bodens ohne weiteren Tiefpunkt erachten. Skeptiker sollten hingegen die Unterschiede des letztjährigen Kursverfalls gegenüber früheren Abschwungphasen hervorheben. Waren es zuvor vor allem Hackerattacken sowie strengere Regulierungsmaßnahmen, die den Kursverfall auslösten, lasteten im vergangenen Jahr vorrangig hohe Inflationsraten sowie steigende Zinsen auf Bitcoin & Co. Diese Einflussfaktoren dürften bis auf weiteres nicht von der Bildfläche verschwinden und würden für sich genommen eher für eine Seitwärtsbewegung sprechen. Voraussetzung für künftige Gewinne sollte zudem sein, dass die Negativschlagzeilen aus dem Krypto-Sektor auslaufen und verloren gegangenes Vertrauen dauerhaft zurückgewonnen wird.

 

-- Marcel Heinrichsmeier