DAX knackt 25.000-Punkte-Marke – trotz geopolitischer Spannungen
Die Aktienmärkte sind weltweit mit neuen Rekorden in das Jahr 2026 gestartet. Die Rahmenbedingungen für weiter steigende Kurse stehen gut. Dies soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass vorübergehende Rückschläge jederzeit möglich sind.
Die Aktienmärkte sind schwungvoll in das Jahr 2026 gestartet. Rund 2% ging es für den S&P 500, den Euro Stoxx 50 und den DAX in den ersten Handelstagen bergauf. Der deutsche Leitindex konnte dabei erstmals in seiner Geschichte die Marke von 25.000 Punkten hinter sich lassen, während die anderen beiden Indizes langsam aber sicher Kurs auf die runden Marke von 7.000 Zählern bzw. 6.000 Punkten nehmen.
Erfreulich ist beim DAX aktuell nicht nur der Rekord. Vielmehr ist bereits seit Ende November vergangenen Jahres eine Aufwärtsbewegung zu beobachten, die von einer breiten Basis getragen wird. Unter den Top-Performern der letzten Wochen sind dabei neben Unternehmen aus dem Industrie- und Rüstungsbereich auch Vertreter aus dem Finanz- und Konsumgütersektor. Lediglich sieben der 40 im deutschen Leitindex vertretenen Aktienunternehmen mussten Kursverluste hinnehmen – und dies auch in überschaubarem Rahmen.
Nicht nur der DAX, sondern auch der Euro Stoxx 50 und der S&P 500 dürften im Jahresverlauf weiter aufwärts tendieren und neue Rekorde verzeichnen. Die Leitindizes profitieren dabei vor allem von einem günstigen Umfeld auf globaler Ebene. Die Konjunktur in wichtigen Regionen der Welt wird sich 2026 robust präsentieren. Hinzu kommen staatliche Investitionsprogramme in den USA, Europa und Deutschland. Zudem bleibt die Geldpolitik im Euroraum neutral und die US-Notenbank wird die Leitzinsen schrittweise weiter senken.
Klar ist aber auch, dass der Weg gen Norden nicht ohne Rückschläge verlaufen dürfte. Angesichts der momentan sehr guten Stimmung an den Aktienmärkten könnten beispielsweise aufkeimende Zweifel hinsichtlich einer Blasenbildung insbesondere beim Thema Künstliche Intelligenz sowie auftretende geopolitische Spannungen für vorübergehende Dämpfer sorgen.
-- Sören Hettler

