Privates Geldvermögen in Deutschland wächst auf 7,7 Bill. Euro

Jedes Jahr ermitteln wir kurz nach Jahresbörsenschluss erste Zahlen zur Entwicklung des Geldvermögens der privaten Haushalte in Deutschland. Nach unseren vorläufigen Ergebnissen dürfte das Vermögen im Jahr 2021 mit über 7% kräftig auf rund 7,7 Bill. Euro gewachsen sein. Hauptantriebsmotor für den Vermögensaufbau war die zwar leicht gesunkene, im historischen Vergleich aber erneut extrem hohe Ersparnis. Hinzu kamen kräftige Kursgewinne an den Börsen, die den Wert von Aktien, Fonds und Zertifikaten um über 130 Mrd. Euro erhöhten.


Aufgrund der lang anhaltenden Phase extrem niedriger Zinsen setzen private Anleger zunehmend auf Wertpapiere. Allein in der Zeit von September 2019 bis September 2021 stieg die Zahl der Wertpapierdepots um 3,9 Millionen auf 27,1 Millionen Depots. Gleichzeitig erfreut sich die Geldanlage in Aktien und vor allem Investmentfonds wachsender Beliebtheit. Dabei nutzen immer mehr Bürger Fondssparpläne, um regelmäßig einen festen Betrag ihres Einkommens in Investmentfonds anzulegen. Fondssparpläne haben inzwischen bei vielen privaten Haushalten die in Zeiten höherer Zinsen beliebten Banksparpläne abgelöst.


Auch für das neue Jahr bleiben die Perspektiven gut. Der Anstieg des Geldvermögens der privaten Haushalte in Deutschland dürfte 2022 durch eine niedrigere Sparquote zwar etwas schwächer ausfallen als im Vorjahr. Doch dafür sollte der konjunkturelle Aufschwung die Kursentwicklung an den Börsen unterstützen und erneut zu Wertzuwächsen des Geldvermögens beitragen.


-- Michael Stappel



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