Black Friday: Belasten Lieferkettenprobleme und verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen?

Der Black Friday hat sich nach und nach auch in Deutschland als besonderer Tag für den Einzelhandel etabliert. Dies gilt gleichermaßen für die stationären Geschäfte und die Internetshops. Dabei war für letztere ursprünglich der Cyber Monday gedacht. Mittlerweile werden beide Tage immer häufiger zu einer „Black Week“ ausgeweitet. In den USA wird der Freitag nach dem Feiertag Thanksgiving, der Black Friday, oft als Brückentag genutzt. An diesem Tag erzielen die amerikanischen Einzelhändler traditionell ihren größten Umsatz im Jahr. Angeblich hat die Bezeichnung „Black Friday“ ihren Ursprung darin, dass die Geschäfte an diesem Tag die roten Zahlen verlassen und die Gewinnzone erreichen. Als Antwort auf den Black Friday des stationären Handels führten die Onlineshops den Cyber Monday ein, den direkt auf den Black Friday folgenden Montag.
 
Der Handelsverband Deutschland HDE erwartet in diesem Jahr für Black Friday und Cyber Monday zusammen einen Umsatz von 4,9 Mrd. Euro, immerhin mehr als vier Prozent des gesamten Jahresumsatzes. Gegenüber 2020 wäre dies ein sehr beträchtlicher Umsatzanstieg in Höhe von 27 Prozent. Die Pandemie wird aber auch in diesem Jahr dafür sorgen, dass der Online-Handel einen großen Anteil dieses Geschäfts, aber auch des gesamten Weihnachtsgeschäfts ausmachen dürfte.

Negative Auswirkungen auf den Umsatz könnten die aktuellen Lieferprobleme haben, da davon stationärer Handel und Onlinehandel direkt betroffen sind. Insbesondere die Waren für die stark aufs Weihnachtsgeschäft angewiesenen Segmente „Computer und Software“ und „Unterhaltungselektronik“ oder zumindest die Bauteile dafür, aber auch viele Spielwaren kommen inzwischen vorwiegend aus China. Hier bleibt nur zu hoffen, dass sich die Kunden für verfügbare Alternativen zu ihrem eventuell nicht erhältlichen Wunschprodukt entscheiden.

Die aktuellen Lieferengpässe könnten aber auch vermehrt für einen zeitverzögerten Konsum durch Gutscheine oder Geldgeschenke sorgen. Zumindest ein Teil der möglicherweise verloren geglaubten Umsätze dürfte dann nachgeholt werden, sobald die Waren wieder verfügbar sind.

-- Dr. Claus Niegsch

 


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