Hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise treiben US-Inflationsrate an

Die Inflationsrate in den USA bewegt sich vorerst weiter klar über der 5%-Marke. Im September legte sie von zuvor 5,3% auf 5,4% zu. Vor allem stark gestiegene Weltmarktpreise für Energie- und Agrarrohstoffe haben hierzu beigetragen.

Die Kerninflationsrate, welche die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert, blieb im Vergleich zu August allerdings unverändert bei 4,0%. Hier kam es zwar zu deutlicheren Preissteigerungen gegenüber dem Vormonat zum Beispiel bei neuen Autos, was eine Folge der globalen Lieferkettenproblematik und der daraus resultierenden Produktionsengpässe in der Industrie sein dürfte. Und auch die Mieten legten gegenüber dem August spürbar zu – hier machen sich unter anderem die in den letzten Monaten stark gestiegenen Immobilienpreise bemerkbar.

Dagegen wurde die Kerninflation erneut durch die aktuelle Corona-Welle deutlich gebremst, weil sich die Verbraucher beim Konsum von Freizeitdienstleistungen zurückhielten. So gab es für die Verbraucher zum Beispiel bei Hotelübernachtungen und Flugtickets kräftige Rabatte.

Insgesamt erwarten wir, dass die Inflationsrate in den USA in den nächsten Monaten oberhalb der 5%-Marke bleiben wird. Spätestens ab dem Frühjahr 2022 sollte sie aber erkennbar niedriger tendieren, weil die derzeitigen preistreibenden Sondereffekte dann auslaufen.

 

-- Alexander Buhrow



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