Kräftiger Fortschritt am US-Arbeitsmarkt im Juli

Die Erholung am US-Arbeitsmarkt ist im Juli ein großes Stück vorangekommen. Der Beschäftigungsaufbau setzte sich in hohem Tempo fort, gegenüber Juni betrug das Plus bei den Stellen 943.000. Die Arbeitslosenquote gab dadurch deutlich nach, sie fiel von zuvor 5,9% auf 5,4%.

Besonders die Dienstleister stellten zuletzt in großem Maße ein. Allein in der Gastronomie stieg die Zahl der Beschäftigten im Vormonatsvergleich um eine viertel Million. Daneben wurden viele Lehrkräfte zurück zur Arbeit gerufen. In der Industrie und im Baugewerbe fiel das Stellenwachstum dagegen erneut schwach aus. Die Probleme bei der Beschaffung von Material und Komponenten belasten vorerst weiter und verhindern in diesen Bereichen höhere Einstellungszahlen.

Der jüngste Arbeitsmarktbericht ist insgesamt eine sehr gute Nachricht für die US-Wirtschaft. Der zeitaufwändige Such- und Findungsprozess zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, mangelnde Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und die bis Anfang September bewilligten zusätzlichen Arbeitslosenhilfen aus Washington bremsten in der ersten Jahreshälfte den Beschäftigungsaufbau noch spürbar. Diese Hürden werden nun aber deutlich kleiner. Die Unternehmen suchen weiter händeringend Personal. Die Chancen stehen daher gut, dass der Beschäftigungsaufbau im dritten Quartal 2021 die Basis für einen erneut starken privaten Konsum bildet und die US-Konjunktur damit klar auf Wachstumskurs bleibt. Dies gilt allerdings nur, wenn die Delta-Variante des Corona-Virus dem Einstellungsschub keinen Strich durch die Rechnung macht.

-- Alexander Buhrow

 


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