Deutsche Unternehmen schütten 40 Milliarden Euro aus

Siemens hat in der vergangenen Woche die Dividendensaison 2021 eröffnet. In den kommenden Monaten werden die deutschen Unternehmen rund 40 Mrd. Euro an die Aktionäre ausschütten. Zwar hat die Pandemie die Unternehmen im laufenden Geschäft 2020 unter Druck gesetzt, die aktuelle Berichtssaison zeigt jedoch, dass die Belastungen weniger stark ausfallen als erwartet. Da zudem viele Unternehmen die Dividenden bereits im Vorjahr reduziert haben, sollte der Rückgang der Ausschüttungen deutlich geringer ausfallen als bei den Gewinnen. Nach einem Dividendenrückgang von 16% im vergangenen Jahr erwarten wir nur noch einen leichten Rückgang von 3%.

Der Blick nach vorn bleibt positiv. Die Gewinne der Unternehmen sollten sich in den folgenden Jahren deutlich erholen. Die Ausschüttungsrekorde von 2018 sollten mit den Bilanzen von 2022, also in zwei Jahren, wieder erreicht werden.

Die Dividendenrendite ist in den letzten Monaten gefallen und liegt im DAX mit 3% rund 10% unter dem langjährigen Durchschnitt. Gegenüber Staatsanleihen bieten Aktien weiterhin einen Renditeaufschlag von 330 Basispunkten. Dividendenzahlungen bleiben ein wesentlicher Teil des langfristigen Vermögensaufbaus. Das Nullzinsumfeld bleibt ein wesentlicher Treiber dafür.

Wir haben in einer Studie nach aussichtsreichen Dividendenpapieren gescreent. Zusätzlich zur Dividendenrendite haben wir sowohl die Nachhaltigkeit der Dividenden als auch weitere Fundamentaldaten und Bewertungskennzahlen berücksichtigt. Wir empfehlen defensiv orientierten Investoren, auf unsere „Dividendenaristokraten“ zu setzen. Für Investoren mit höherer Risikobereitschaft empfehlen wir Aktien mit attraktiver Dividendenrendite und Kurspotenzial.

Michael Bissinger


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