Sonstige

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns sehr, Sie heute auf unserem neuen DZ Research Blog begrüßen zu dürfen. Der vom scheidenden Chefvolkswirt der DZ BANK, Stefan Bielmeier, vor etwa zehn Jahren ins Leben gerufene Vorgänger, „Bielmeiers Blog“, findet im DZ Research Blog zugleich seine Fortsetzung und seinen Nachfolger. Sie finden hier, so wie Sie es bereits von Bielmeiers Blog gewohnt waren, Kommentare und Einschätzungen aus dem Research der DZ BANK. Wir analysieren und bewerten für Sie Wirtschaftsdaten, Finanzmarktentwicklungen und politische Ereignisse – stets aktuell und kompetent. Finden Sie mit uns Ihren Weg durch den alltäglichen Informationsdschungel! Das Expertenwissen von rund 85 Analystinnen und Analysten sorgt auch weiterhin dafür, dass Sie sich in Wirtschafts- und Finanzfragen stets gut informiert fühlen können. Abonnieren Sie, falls noch nicht geschehen, gerne unseren Newsletter, um über neue Blogbeiträge stets auf dem Laufenden zu bleiben. Wir wünschen Ihnen eine informative und unterhaltsame Lektüre!

China findet allmählich zu alter Wachstumsstärke zurück

Nach dem tiefen Corona-Absturz zu Jahresbeginn hat die chinesische Wirtschaft ihre kräftige Erholung über die Sommermonate fortgesetzt. Das jährliche Wirtschaftswachstum beschleunigte sich von 3,2 auf 4,9 Prozent im dritten Quartal und ist damit nicht mehr weit von seinem früheren Wachstumspfad entfernt. Bereits mit dem zweiten Quartal konnte China das Vorkrisenniveau seiner Wirtschaftsleistung wiederherstellen. Für das Gesamtjahr zeichnet sich nun ein Wachstum von rund zwei Prozent gegenüber 2019 ab. Damit zählt China zu den ganz wenigen Ländern, die in diesem Jahr überhaupt eine positive Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr erzielen werden und erweist sich einmal mehr als globale Konjunkturlokomotive. Positiv ist, dass der Schwung der Erholung bis zuletzt angehalten hat. Sowohl die Industrieproduktion als auch der Einzelhandel konnten ihr Wachstum im September deutlich beschleunigen. Das Wirtschaftsklima hat sich zuletzt weiter aufgehellt. Positiv ist auch, dass der Aufschwung zunehmend an Breite gewinnt. Kamen zu Beginn der Erholung noch wesentliche Anschubhilfen von staatlichen Konjunkturstimuli,…

Der Merkel-Macron-Plan: Der erste Schritt auf dem Weg zur Transferunion

Es kommt Bewegung in die Diskussion um einen EU-Wiederaufbaufonds. Auf Basis des deutsch-französischen Vorschlags soll der Fonds ein Volumen von 500 Mrd. Euro haben, von der EU verwaltet werden und bereits in einigen Monaten an den Start gehen. Brüssel würde auch allein über die Verwendung der Gelder entscheiden, die sich aber daran orientieren soll, wie stark die Empfängerstaaten von der Krise betroffen sind. Anders als zunächst von Berlin gefordert, würde der Fonds Zuschüsse und keine Kredite gewähren und konzeptionell den Kohäsionsfonds der EU ähneln. Dies erklärt auch, weshalb er kleiner als bislang diskutiert ausfallen soll. Zur Finanzierung der Gelder würde die EU zunächst Anleihen am Finanzmarkt begeben. Hierzu müssten die Parlamente der Nationalstaaten noch ihre Zustimmung geben. Die Verschuldung der EU soll aber durch höhere finanzielle Zuwendungen der Nationalstaaten an die EU über die kommenden Jahre sukzessive abgetragen werden. Legen wir für Deutschland einen Anteil der Zahlungen an die EU…

Corona – Facts & Figures

Die Dynamik der Corona Pandemie lässt in den meisten Ländern nach. Nur in einigen Schwellenländern scheint die Situation noch kritisch zu sein. In den Ländern zeigen sich nun zunehmende Unterschiede in den Folgen von COVID-19.  

FOMC: Fed stellt Liquiditätsversorgung sicher

Die eindeutige Botschaft der US-Notenbank von gestern Abend lautet: Das aktuelle Leitzinsniveau ist angemessen. Die derzeitige geldpolitische Ausrichtung dürfte das Wirtschaftswachstum stärken und die Rückkehr zum Inflationsziel von 2% fördern. Vor diesem Hintergrund hat der geldpolitische Ausschuss der Fed bei seiner gestrigen Sitzung den Leitzinskorridor unverändert bei 1,5% bis 1,75% gelassen. Der Leitzinsentscheid ist einstimmig getroffen wurden. Dies war unisono von den Marktteilnehmern erwartet worden. Trotz des unveränderten Leitzinsniveaus wurden andere, wichtige geldpolitische Entscheidungen getroffen. So wurde der Zins für die Überschussreserven (Interest on Excess Reserves IOER) wie erwartet um fünf Basispunkte angehoben. Diese Anpassung ist in erster Linie als technische Maßnahme zu verstehen, damit die IOER und die effektive Fed-Funds-Rate in der Mitte des angestrebten Zinskorridors liegen. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass die Repo-Geschäfte mindestens bis April fortgesetzt werden und die T-Bill Käufe bis ins zweite Halbjahr. Die Notenbanker möchten sicherstellen, dass die Überschussreserven der Geschäftsbanken mindestens bei 1,5…

Wie politisch darf eine Bank sein?

Was für ein schönes Lob. Vielen Dank an die Redaktion der Börsen-Zeitung! Nur ein kleiner Hinweis sei gestattet: Natürlich gibt es bei uns keine einseitige Analyse. Sicherlich haben wir in den letzten Wochen und Monaten einige Analysen zu Deutschland erstellt. Dabei ist das Handeln der Bundesregierung nicht immer gut weggekommen. Vielmehr hat sich bei dem ein oder anderen Thema gezeigt, dass es in der Wirtschaftspolitik Versäumnisse gegeben hat. Diese Studien schreiben wir auch nicht zum Selbstzweck oder aus politischen Motiven heraus. Sie haben das Ziel, die langfristige Entwicklung des Standorts Deutschland zu beleuchten. Damit lassen sich Unternehmensgewinne, Trends an den Arbeitsmärkten und bei den Einkommen ableiten, unverzichtbare Größen für die Konjunktur- und Unternehmensanalyse. Es geht uns also nicht darum, Regierungsschelte zu betreiben, sondern ein solides Fundament für unsere Analyse aufzubauen. Das DZ BANK Research ist unabhängig und zwar in allen Belangen. Selbstzensur entspricht nicht unserem Anspruch, auch nicht dem Anspruch…

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