Frankreich

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Industrie verhindert Schlimmeres

Die Gesamtstimmungslage der Einkaufsmanager im Euro-Raum hat sich im Februar leicht verbessert. Der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex zur Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe und unter den Dienstleistern stieg von 47,8 auf 48,1 Punkte. Trotz der Verbesserung bleibt die Messzahl unterhalb der neutralen Marke von 50 Indexpunkten und gibt das Signal weiterhin schwieriger Wirtschaftsbedingungen. Dies entspricht insgesamt unserem Prognosebild: Die pandemie-bedingten Einschränkungen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens dürften die Euro-Raum-Wirtschaft im ersten Quartal 2021 erneut gebremst haben. Hinter der Bewegung im Februar steht eine nach wie vor kräftige Industriekonjunktur, die Schlimmeres verhindert, während der Dienstleistungsbereich tiefer in den rezessiven Bereich rutscht. Ähnlich wie im Euro-Raum insgesamt, verhält es sich auch in Deutschland: Tristesse bei den Dienstleistern und Hochstimmung im verarbeitenden Gewerbe. Die Stimmungswerte in der Industrie fallen wesentlich optimistischer aus und klettern dank eines starken Exportgeschäfts mit 60,6 Indexpunkten sogar auf den höchsten Wert seit drei Jahren. Die Industrie federt zwar gesamtwirtschaftlich viel ab,…

Wirtschaft im Euro-Raum sinkt im Schlussquartal 2020 nur leicht – trotz erneuter Lockdowns

Die wirtschaftlichen Folgen der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Europa fielen bislang vergleichsweise glimpflich aus. Im vierten Quartal 2020 ist die Wirtschaftsleistung im Euro-Währungsgebiet um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken. Dies war weniger stark als im Vorfeld befürchtet wurde. Im Gesamtjahr 2020 nimmt damit das Bruttoinlandsprodukt gegenüber 2019 um 6,8 Prozent ab. Auch die Zahlen aus den einzelnen Ländern, die ebenfalls schon eine erste Berechnung vorgelegt haben, überraschen positiv. In Frankreich ging das Bruttoinlandsprodukt „nur“ um 1,3 Prozent zurück und in Italien um zwei Prozent. Am Ende der Skala der vorläufigen Zahlen steht Österreich mit einem Minus von 4,3 Prozent. Leicht positive Ergebnisse wurden dagegen aus Deutschland mit einem Plus von 0,1 Prozent und Spanien mit sogar +0,4 Prozent vermeldet. Insgesamt zeigen die Quartalsergebnisse, dass die meisten Länder im Herbst besser als erwartet durch die zweite Welle gekommen sind. Neben teils weniger strikter Lockdowns ist ein entscheidender Unterschied zum…

Positive Konjunkturüberraschung in Frankreich und Spanien – Ausblick gedämpft

Die Überraschung ist perfekt. Sowohl Frankreich als auch Spanien kamen wirtschaftlich deutlich besser durch die Herbstmonate 2020 als zunächst vermutet. Gemäß der Schellschätzung sank das Bruttoinlandsprodukt in Frankreich gegenüber dem Vorquartal „nur“ um 1,3 Prozent. Bis zuletzt gingen diverse Projektionen von einem Minus von vier Prozent aus. Spanien schafft unerwartet ein leichtes Plus. Mit +0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal liegt das Ergebnis sogar leicht über der Rate Deutschlands (+0,1 Prozent Q/Q), das konjunkturell bis dato deutlich glimpflicher durch die Corona-Krise gekommen war. Diese Quartalsergebnisse hatte so wohl kaum jemand auf seinem Zettel. Wie in Frankreich zu erwarten war gingen im Schlussquartal 2020 die privaten Konsumausgaben wieder spürbar zurück, auch der Staatskonsum sank leicht. Dagegen konnten die Investitionen sogar zulegen. Auch vom Außenhandel kam ein positiver Impuls, da die Exporte stärker anstiegen als die Importe. In der Summe hat der Lockdown aber doch die Wirtschaft belastet. Dass Spanien dagegen vergleichsweise gut…

Einkaufsmanagerindizes im Januar – Lockdowns drücken die Stimmung

Die zweite Welle der Pandemie hat Europa noch immer fest im Griff und die Einschränkungen im Wirtschaftsleben drücken bei den Unternehmen auf die Stimmung. Der umfassende Composite Einkaufsmanager-Index für den Euro-Raum zur Lage im Dienstleistungsbereich und in der Industrie ging im Januar von 49,1 auf 47,5 Punkte zurück. Dabei belasten die aktuellen Lockdowns die Dienstleister stärker als die Industrie. Auf Länderebene zeigt die Umfrage von IHS Markit, dass sich Deutschland noch relativ gut schlägt, Frankreich dagegen vermutlich stärkere Wachstumseinbußen hinnehmen muss. Nach Angaben von IHS Markit fällt die Stimmungslage in den restlichen Euro-Ländern aber sogar noch schlechter aus. Allein die Hoffnung auf bessere Geschäftsperspektiven in zwölf Monaten ist ein Lichtblick. Der Start in das noch junge Jahr 2021 ist durch die Corona-Situation aber sehr belastet. Die Ergebnisse zeigen, dass im ersten Quartal 2021 noch nicht mit einer konjunkturellen Erholung im Euro-Raum gerechnet werden kann. Vielmehr wird die Wirtschaftsleistung zwischen Januar…

Fordern die aktuellen Lockdowns weniger Tribut als im Frühjahr?

Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich trotz der erneuten Lockdowns im Dezember aufgehellt. Zwar lähmen noch immer in Europa die Corona-Pandemie und die Lockdowns in zahlreichen Ländern lähmen die Wirtschaft. Die Auswirkungen sind aber scheinbar weniger gravierend als im Frühjahr. Mehr noch, die Stimmungslage der Einkaufsmanager konnte sich gemäß der Umfrage von IHS Markit im Dezember sogar spürbar aufhellen. Der zusammenfassende Composite-Index aus Industrie und Dienstleistungsbereich kletterte um 4,5 Punkte auf 49,8 Zähler und liegt damit nur noch knapp unter der Schwelle von 50 Indexpunkten. In beiden Teilbereichen verbesserten sich die jeweiligen Messzahlen. Deutlicher nach oben ging es bei den Dienstleistern, aber auch der Index der Industrie konnte sich verbessern. Mit der Perspektive auf die wohl bald erfolgenden Impfungen haben sich die Einschätzungen für die Perspektiven der kommenden Monate spürbar aufgehellt. Die deutschen Einkaufsmanager zeigen sich in den vorläufigen Ergebnissen erstaunlich robust. Der deutsche Composite Index konnte sich um 0,8…

Einkaufsmanagerindizes in der EWU: Rückgang im November war zu erwarten

Es kommt, wie es kommen musste. Angesichts der zweiten Pandemie-Welle in Europa und der damit verbundenen Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum spürbar eingetrübt. Gerade die Dienstleister berichten in der Umfrage von IHS Markit von schwierigen bis unmöglichen Geschäftsbedingungen im November. Aber auch das verarbeitende Gewerbe kann sich der Lockdown-Stimmung nicht entziehen. Einziger Lichtblick: Die Geschäftsperspektiven der Einkaufsmanager für die kommenden 12 Monate haben sich aufgehellt. Dies wird an den Meldungen über die Fortschritte bei der Entwicklung der Impfstoffe liegen. Das reicht aber nicht, um die düstere Lageeinschätzung auszugleichen. Insgesamt geht der umfassende Composite-Einkaufsmanager im November erneut deutlich von 50 auf 45,1 Punkte zurück. Und die Botschaft ist eindeutig. Die Wirtschaftsleistung der Währungsunion dürfte im Schlussquartal 2020 erneut sinken, im Einklang mit unserer Prognose. Auch in Deutschland gab der Composite-Index nach. Nach 55,0 Punkten im Oktober notiert er im November vorläufig aber bei immer noch…

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