China

China: Kräftiger Außenhandel unterstreicht Konjunkturerholung

Längst ist China zurück auf Wachstumskurs. Dass die schnelle wirtschaftliche Erholung nach dem tiefen Corona-Einbruch Anfang des Jahres nicht nur von den üblichen staatlichen Konjunkturstimuli getragen wurde, sondern sich auch auf eine hohe Nachfrage aus dem Ausland stützen konnte und kann, haben die aktuellen Außenhandelszahlen aus der Volksrepublik wieder eindrucksvoll bewiesen. Trotz der globalen Rezession konnte Chinas Exportindustrie im September rund 10 Prozent mehr Waren auf seinen Auslandsmärkten absetzen als im vergangenen Jahr. Bemerkenswert ist, dass China bei seinem immer noch wichtigsten Abnehmer, den USA, in den vergangenen Monaten hohe Absatzerfolge verzeichnen konnte, obwohl die im Handelsstreit eingeführten Importzölle weiterhin in Kraft sind. Längst ist der Anteil chinesischer Produkte an den Gesamtimporten der Amerikaner wieder so hoch wie vor Ausbruch des Zollstreits. Auch auf anderen Absatzmärkten konnten die Chinesen Marktanteile hinzugewinnen, in Australien oder Frankreich beispielsweise, wo die Nachfrage nach chinesischen Waren bis zuletzt hoch war. Profitiert hat die chinesische…

Extreme vermeiden

Gold ist einer der großen Gewinner der jüngsten Entwicklungen. Steigende Schuldenstände, niedrige Zinsen für einen unabsehbar langen Zeitraum und zunehmende politische Verunsicherung in vielen Teilen der Welt haben das Interesse für Gold kräftig steigen lassen. Dabei soll Gold die Portfolien resistenter gegen Risiken machen, die man aus der aktuellen Sicht nur vage oder gar nicht einschätzen kann – also sogenannte schwarze Schwäne. Neben Gold sind vor allem Industriemetalle kräftig gestiegen. Dabei spielten natürlich die rasante Konjunkturerholung in China und die ergriffenen Fiskalmaßnahmen in anderen Industrieländern eine wichtige Rolle. Zudem macht sich bei vielen Industriemetallen langsam eine gewisse Knappheitsprämie bemerkbar. Die schnell fortschreitende Digitalisierung dürfte mittelfristig zu einer spürbar höheren Nachfrage nach Metallen führen, die in diesem Bereich benötigt werden. Dies geht so weit, dass sich viele Länder über ihre Abhängigkeit von ausländischen Förderstätten Gedanken machen. Eine höhere heimische Produktion wird vor diesem Hintergrund immer attraktiver. Damit rücken natürlich auch die…

China wächst wieder

Mit mächtig Schwung ist die chinesische Wirtschaft im zurückliegenden zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Bruttoinlandsprodukt legte um mehr als elf Prozent gegenüber dem Vorquartal zu und machte damit den rund zehnprozentigen Einbruch vom Jahresauftakt wieder vollständig wett. Das Vorkrisenniveau der Wirtschaftsleistung konnte wiederhergestellt und gegenüber dem zweiten Quartal 2019 ein Wachstum von 3,2 Prozent erreicht werden. Das ist beachtlich. Ausgeglichen ist die Erholung allerdings nicht. Die Industrie konnte die Produktion nach dem vergleichsweise kurzen Corona-Lockdown im Februar schnell wiederaufnehmen und ist inzwischen nahezu wieder zur Normalität zurückgekehrt. Mit ihrem hohen Anteil von rund 40 Prozent hat sie die Gesamtwirtschaft entscheidend stabilisiert. Der private Konsum hingegen strauchelt weiterhin, belastet von den Ängsten der Menschen vor Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten sowie vor einer zweiten Infektionswelle. Daher musste auch vom Staat in den vergangenen Monaten entscheidende Anschubhilfe für das Wirtschaftswachstum kommen. Pekings Konjunkturmaßnahmen wirken im internationalen Maßstab bislang zwar fast bescheiden, wurden…

China: Immer mehr Zeichen der Erholung

In den meisten Bereichen der chinesischen Wirtschaft überwiegen mittlerweile die Zeichen der Erholung. Nicht nur die Umfragewerte signalisieren inzwischen wieder Wachstum, auch die „harten“ Konjunkturindikatoren sind auf einen Erholungspfad eingeschwenkt. Die Industrie hat ihr Vorkrisenniveau wieder erreicht und liegt gegenüber dem Vorjahr seit April im Plus. Sogar ein leichtes Gewinnwachstum wurde jetzt gemeldet. Der Einzelhandel hat den Rückstand gegenüber letztem Jahr zuletzt zumindest deutlich verkleinert, wozu vor allem die kräftigen Umsätze der Autohändler in den letzten Wochen beigetragen haben. Sie konnten ihren 80-prozentigen Rückgang vom Februar tatsächlich komplett wiederaufholen. Viel spricht damit dafür, dass die Zahlen zum Wirtschaftswachstum im zu Ende gehenden zweiten Quartal, die China in rund zwei Wochen veröffentlichen wird, gut ausfallen werden. Gegenüber dem Vorjahr dürfte wieder ein leichtes Plus zu Buche stehen, das entspräche einem Anstieg gegenüber dem desaströsen Vorquartal von bis zu neun Prozent. Also, alles wieder in Ordnung im Ursprungsland der Pandemie? Sicher nicht!…

Chinas Wirtschaft schrumpft im ersten Quartal deutlich

Durch den Corona-Lockdown im Februar hat China im ersten Quartal dieses Jahres etwa ein Zehntel seiner Wirtschaftsleistung eingebüßt, das entspricht einem BIP-Rückgang von 6,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2019. Das ist der mit weitem Abstand niedrigste Wert für das chinesische Wirtschaftswachstum seitdem das Land 1992 mit der Publikation vierteljährlicher Wachstumsraten begonnen hat und wahrscheinlich der stärkste Wachstumseinbruch seit den Wirren der Kulturrevolution Ende der 1960er Jahre. Die heute veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeigen aber auch, wie es mit Chinas Wirtschaft seit der vorsichtigen Lockerung der rigiden Beschränkungen im März weitergegangen ist. So steigerte die Industrie die Produktion den offiziellen Daten zufolge im März um fast ein Drittel gegenüber dem Vormonat, der Rückstand gegenüber dem Vorjahr engte sich dadurch von über 13 auf gut ein Prozent ein. Der Konsum erholt sich dagegen nur äußerst zaghaft. Die Einzelhandelsumsätze lagen im März gegenüber dem Vorjahr weiter tief im Minus. Der Weg aus der Krise…

China: Wachstumsprognose 2020 auf Null gesenkt

  Als Ursprungsland der Pandemie ist China als erste Volkswirtschaft in die Corona-Krise gestürzt. Die chinesische Wirtschaft erlebte einen beispiellosen Einbruch, das haben die Februar-Zahlen aus Industrie und Einzelhandel gezeigt, die zweistellig im Minus lagen. Seit Anfang März lockern die chinesischen Behörden die rigorosen Beschränkungen des öffentlichen Lebens zwar wieder und die Wirtschaft beginnt sich langsam zu erholen. Tagesaktuelle Daten zur wirtschaftlichen Aktivität zeigen aber, dass der Weg zurück zur Normalität sehr holprig ist und noch lange dauern dürfte. Stolpersteine sind nicht nur die hohen Sicherheitsauflagen, die eine neue Ansteckungswelle vermeiden sollen. Der wochenlange Lockdown hat die Konsumenten zutiefst verunsichert. Geschäfte und Restaurants werden weiter gemieden. Darüber hinaus zeichnet sich für die Weltwirtschaft eine immer tiefere Rezession ab. Weite Teile der chinesischen Exportwirtschaft sehen sich einem dramatischen Nachfragerückgang gegenüber. Auch von der Fiskalpolitik kommt bislang wenig. Anders als in früheren Krisen, anders auch als in zahlreichen anderen Volkswirtschaften weltweit, hält…

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