China

China: Wachstumsziel von gut sechs Prozent ist für das laufende Jahr nicht ambitioniert

China kehrt dieser Tage zu einem althergebrachten Ritual zurück: Die Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses wird mit dem Wirtschaftsausblick des Premierministers eröffnet, der die ökonomischen Ziele für das laufende Jahr verkündet, darunter auch das politisch heikle Wachstumsziel. Wer gedacht hatte, mit der krisenbedingten Aussetzung der Zielvorgabe im vergangenen Corona-Jahr würde sich die chinesische Führung von dieser durchaus umstrittenen Praxis endgültig verabschieden, wurde spätestens jetzt eines Besseren belehrt. Die chinesische Wirtschaft soll also in diesem Jahr um „mehr als sechs Prozent“ wachsen – das entspricht etwa der Zielvorgabe, die auch schon für 2019 galt und geradeso eingehalten wurde. Nun dürfte diese Rate in diesem Jahr vergleichsweise leicht zu erreichen sein. Nach dem tiefen Einbruch der Wirtschaftsleistung durch den Corona-Lockdown zum Auftakt des vergangenen Jahres wird das jährliche Wirtschaftswachstum im laufenden ersten Quartal von außergewöhnlich hohen statistischen Basiseffekten profitieren und wahrscheinlich deutlich zweistellig ausfallen. Außerdem konnte sich in der Volksrepublik im Laufe des…

China befeuert deutsche Industrie

China hat im vergangenen Jahr eine Turbo-Erholung hingelegt: Schon im zweiten Quartal konnte die Industrie den tiefen Corona-Einbruch von 25 Prozent aus dem Vorquartal wieder aufholen. Auch die Gesamtwirtschaft konnte ihr Vorkrisenniveau bereits im Frühjahr wiederherstellen, als die Weltwirtschaft gerade erst in die Corona-Krise absackte. Nicht nur dieser zeitliche Vorsprung kam Chinas Industrie zugute. Die weltweite Verschiebung der Konsumgewohnheiten in der Pandemie – weg von Dienstleistungen, hin zu Gebrauchsgütern – bescherte der Volksrepublik als größtem Hersteller von industriell gefertigten Produkten eine Export-Sonderkonjunktur. Der schnelle Aufschwung Chinas nach der Corona-Krise kam aber auch deutschen Unternehmen zugute. Sie profitierten von der wieder erstarkten Nachfrage aus China, während andere potentielle Lieferregionen noch in der Krise steckten. China war zwar schon vor der Krise wichtigster Handelspartner Deutschlands. Im vergangenen Jahr konnte die Volksrepublik diese Stellung aber ausbauen. Auf der Exportseite erhöhte sich während der Corona-Pandemie für fast alle Industriebranchen die wirtschaftliche Bedeutung Chinas. Besonders…

China beendet Corona-Jahr 2020 mit kräftigem Schlussquartal

China ist immer wieder für eine Überraschung gut. Auch die aktuellen Zahlen zum Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr machen da keine Ausnahme. So ist die chinesische Wirtschaft im zurückliegenden Endquartal 2020 um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen – ein gutes Stück kräftiger als erwartet, und das trotz des wieder schwierigeren Umfelds. China konnte damit nicht nur den abgerissenen Wachstumspfad der Vor-Corona-Zeit wiederaufnehmen, sondern das Wachstum vom Schlussquartal 2019 noch übertreffen. Für das Gesamtjahr 2020 steht nun ein BIP-Zuwachs von 2,3 Prozent zu Buche. Das ist zwar der niedrigste Anstieg seit Jahrzehnten. Damit zählt China aber zu den ganz wenigen Volkswirtschaften, die im vergangenen Jahr überhaupt gewachsen sind, während die Weltwirtschaft um schätzungsweise mehr als vier Prozent geschrumpft ist. Wichtigste Säule der kräftigen wirtschaftlichen Erholung war die für ein Krisenjahr verblüffend starke Exportkonjunktur. Chinas Exportindustrie profitierte zunächst von der hohen Nachfrage nach medizinischer Schutzausrüstung und Homeoffice-Ausstattung, danach von den verschobenen Konsumgewohnheiten…

Chinas Wirtschaft „brummt“ wieder

Chinas Wirtschaft läuft wieder Hochtouren, insbesondere in der Industrie „brummt“ es, während der Einzelhandel seine Verluste aus dem Frühjahr immer mehr aufholt. Das zeigen die aktuellen Zahlen zur Industrieproduktion (7% J/J) und zu den Einzelhandelsumsätzen (5% J/J) vom November. Gleichzeitig sind die Stimmungswerte aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor fast durchgängig auf mehrjährige Höchststände geklettert. Der Schwung der Corona-Erholung hat sich also im zu Ende gehenden Schlussquartal des Krisenjahres 2020 ungebremst fortgesetzt. Das Wirtschaftswachstum dürfte momentan wieder an die Vor-Corona-Zeit anknüpfen, wir rechnen mit einer Wachstumsrate von rund sechs Prozent im laufenden vierten Quartal. Im Gesamtjahr 2020 zählt China zu den ganz wenigen Volkswirtschaften, die überhaupt ein positives Wirtschaftswachstum erzielen. Es grenzt schon an bittere Ironie, dass sich das Ursprungsland der Pandemie zu einem der Gewinner der Krise entwickelt hat. Vor allem Chinas Exportwirtschaft profitiert – trotz globaler Rezession – von der weltweit hohen Nachfrage nach industriell gefertigten Gütern. Das…

China findet allmählich zu alter Wachstumsstärke zurück

Nach dem tiefen Corona-Absturz zu Jahresbeginn hat die chinesische Wirtschaft ihre kräftige Erholung über die Sommermonate fortgesetzt. Das jährliche Wirtschaftswachstum beschleunigte sich von 3,2 auf 4,9 Prozent im dritten Quartal und ist damit nicht mehr weit von seinem früheren Wachstumspfad entfernt. Bereits mit dem zweiten Quartal konnte China das Vorkrisenniveau seiner Wirtschaftsleistung wiederherstellen. Für das Gesamtjahr zeichnet sich nun ein Wachstum von rund zwei Prozent gegenüber 2019 ab. Damit zählt China zu den ganz wenigen Ländern, die in diesem Jahr überhaupt eine positive Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr erzielen werden und erweist sich einmal mehr als globale Konjunkturlokomotive. Positiv ist, dass der Schwung der Erholung bis zuletzt angehalten hat. Sowohl die Industrieproduktion als auch der Einzelhandel konnten ihr Wachstum im September deutlich beschleunigen. Das Wirtschaftsklima hat sich zuletzt weiter aufgehellt. Positiv ist auch, dass der Aufschwung zunehmend an Breite gewinnt. Kamen zu Beginn der Erholung noch wesentliche Anschubhilfen von staatlichen Konjunkturstimuli,…

China: Kräftiger Außenhandel unterstreicht Konjunkturerholung

Längst ist China zurück auf Wachstumskurs. Dass die schnelle wirtschaftliche Erholung nach dem tiefen Corona-Einbruch Anfang des Jahres nicht nur von den üblichen staatlichen Konjunkturstimuli getragen wurde, sondern sich auch auf eine hohe Nachfrage aus dem Ausland stützen konnte und kann, haben die aktuellen Außenhandelszahlen aus der Volksrepublik wieder eindrucksvoll bewiesen. Trotz der globalen Rezession konnte Chinas Exportindustrie im September rund 10 Prozent mehr Waren auf seinen Auslandsmärkten absetzen als im vergangenen Jahr. Bemerkenswert ist, dass China bei seinem immer noch wichtigsten Abnehmer, den USA, in den vergangenen Monaten hohe Absatzerfolge verzeichnen konnte, obwohl die im Handelsstreit eingeführten Importzölle weiterhin in Kraft sind. Längst ist der Anteil chinesischer Produkte an den Gesamtimporten der Amerikaner wieder so hoch wie vor Ausbruch des Zollstreits. Auch auf anderen Absatzmärkten konnten die Chinesen Marktanteile hinzugewinnen, in Australien oder Frankreich beispielsweise, wo die Nachfrage nach chinesischen Waren bis zuletzt hoch war. Profitiert hat die chinesische…

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