China

China beendet Corona-Jahr 2020 mit kräftigem Schlussquartal

China ist immer wieder für eine Überraschung gut. Auch die aktuellen Zahlen zum Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr machen da keine Ausnahme. So ist die chinesische Wirtschaft im zurückliegenden Endquartal 2020 um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen – ein gutes Stück kräftiger als erwartet, und das trotz des wieder schwierigeren Umfelds. China konnte damit nicht nur den abgerissenen Wachstumspfad der Vor-Corona-Zeit wiederaufnehmen, sondern das Wachstum vom Schlussquartal 2019 noch übertreffen. Für das Gesamtjahr 2020 steht nun ein BIP-Zuwachs von 2,3 Prozent zu Buche. Das ist zwar der niedrigste Anstieg seit Jahrzehnten. Damit zählt China aber zu den ganz wenigen Volkswirtschaften, die im vergangenen Jahr überhaupt gewachsen sind, während die Weltwirtschaft um schätzungsweise mehr als vier Prozent geschrumpft ist. Wichtigste Säule der kräftigen wirtschaftlichen Erholung war die für ein Krisenjahr verblüffend starke Exportkonjunktur. Chinas Exportindustrie profitierte zunächst von der hohen Nachfrage nach medizinischer Schutzausrüstung und Homeoffice-Ausstattung, danach von den verschobenen Konsumgewohnheiten…

Chinas Wirtschaft „brummt“ wieder

Chinas Wirtschaft läuft wieder Hochtouren, insbesondere in der Industrie „brummt“ es, während der Einzelhandel seine Verluste aus dem Frühjahr immer mehr aufholt. Das zeigen die aktuellen Zahlen zur Industrieproduktion (7% J/J) und zu den Einzelhandelsumsätzen (5% J/J) vom November. Gleichzeitig sind die Stimmungswerte aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor fast durchgängig auf mehrjährige Höchststände geklettert. Der Schwung der Corona-Erholung hat sich also im zu Ende gehenden Schlussquartal des Krisenjahres 2020 ungebremst fortgesetzt. Das Wirtschaftswachstum dürfte momentan wieder an die Vor-Corona-Zeit anknüpfen, wir rechnen mit einer Wachstumsrate von rund sechs Prozent im laufenden vierten Quartal. Im Gesamtjahr 2020 zählt China zu den ganz wenigen Volkswirtschaften, die überhaupt ein positives Wirtschaftswachstum erzielen. Es grenzt schon an bittere Ironie, dass sich das Ursprungsland der Pandemie zu einem der Gewinner der Krise entwickelt hat. Vor allem Chinas Exportwirtschaft profitiert – trotz globaler Rezession – von der weltweit hohen Nachfrage nach industriell gefertigten Gütern. Das…

China findet allmählich zu alter Wachstumsstärke zurück

Nach dem tiefen Corona-Absturz zu Jahresbeginn hat die chinesische Wirtschaft ihre kräftige Erholung über die Sommermonate fortgesetzt. Das jährliche Wirtschaftswachstum beschleunigte sich von 3,2 auf 4,9 Prozent im dritten Quartal und ist damit nicht mehr weit von seinem früheren Wachstumspfad entfernt. Bereits mit dem zweiten Quartal konnte China das Vorkrisenniveau seiner Wirtschaftsleistung wiederherstellen. Für das Gesamtjahr zeichnet sich nun ein Wachstum von rund zwei Prozent gegenüber 2019 ab. Damit zählt China zu den ganz wenigen Ländern, die in diesem Jahr überhaupt eine positive Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr erzielen werden und erweist sich einmal mehr als globale Konjunkturlokomotive. Positiv ist, dass der Schwung der Erholung bis zuletzt angehalten hat. Sowohl die Industrieproduktion als auch der Einzelhandel konnten ihr Wachstum im September deutlich beschleunigen. Das Wirtschaftsklima hat sich zuletzt weiter aufgehellt. Positiv ist auch, dass der Aufschwung zunehmend an Breite gewinnt. Kamen zu Beginn der Erholung noch wesentliche Anschubhilfen von staatlichen Konjunkturstimuli,…

China: Kräftiger Außenhandel unterstreicht Konjunkturerholung

Längst ist China zurück auf Wachstumskurs. Dass die schnelle wirtschaftliche Erholung nach dem tiefen Corona-Einbruch Anfang des Jahres nicht nur von den üblichen staatlichen Konjunkturstimuli getragen wurde, sondern sich auch auf eine hohe Nachfrage aus dem Ausland stützen konnte und kann, haben die aktuellen Außenhandelszahlen aus der Volksrepublik wieder eindrucksvoll bewiesen. Trotz der globalen Rezession konnte Chinas Exportindustrie im September rund 10 Prozent mehr Waren auf seinen Auslandsmärkten absetzen als im vergangenen Jahr. Bemerkenswert ist, dass China bei seinem immer noch wichtigsten Abnehmer, den USA, in den vergangenen Monaten hohe Absatzerfolge verzeichnen konnte, obwohl die im Handelsstreit eingeführten Importzölle weiterhin in Kraft sind. Längst ist der Anteil chinesischer Produkte an den Gesamtimporten der Amerikaner wieder so hoch wie vor Ausbruch des Zollstreits. Auch auf anderen Absatzmärkten konnten die Chinesen Marktanteile hinzugewinnen, in Australien oder Frankreich beispielsweise, wo die Nachfrage nach chinesischen Waren bis zuletzt hoch war. Profitiert hat die chinesische…

Extreme vermeiden

Gold ist einer der großen Gewinner der jüngsten Entwicklungen. Steigende Schuldenstände, niedrige Zinsen für einen unabsehbar langen Zeitraum und zunehmende politische Verunsicherung in vielen Teilen der Welt haben das Interesse für Gold kräftig steigen lassen. Dabei soll Gold die Portfolien resistenter gegen Risiken machen, die man aus der aktuellen Sicht nur vage oder gar nicht einschätzen kann – also sogenannte schwarze Schwäne. Neben Gold sind vor allem Industriemetalle kräftig gestiegen. Dabei spielten natürlich die rasante Konjunkturerholung in China und die ergriffenen Fiskalmaßnahmen in anderen Industrieländern eine wichtige Rolle. Zudem macht sich bei vielen Industriemetallen langsam eine gewisse Knappheitsprämie bemerkbar. Die schnell fortschreitende Digitalisierung dürfte mittelfristig zu einer spürbar höheren Nachfrage nach Metallen führen, die in diesem Bereich benötigt werden. Dies geht so weit, dass sich viele Länder über ihre Abhängigkeit von ausländischen Förderstätten Gedanken machen. Eine höhere heimische Produktion wird vor diesem Hintergrund immer attraktiver. Damit rücken natürlich auch die…

China wächst wieder

Mit mächtig Schwung ist die chinesische Wirtschaft im zurückliegenden zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Bruttoinlandsprodukt legte um mehr als elf Prozent gegenüber dem Vorquartal zu und machte damit den rund zehnprozentigen Einbruch vom Jahresauftakt wieder vollständig wett. Das Vorkrisenniveau der Wirtschaftsleistung konnte wiederhergestellt und gegenüber dem zweiten Quartal 2019 ein Wachstum von 3,2 Prozent erreicht werden. Das ist beachtlich. Ausgeglichen ist die Erholung allerdings nicht. Die Industrie konnte die Produktion nach dem vergleichsweise kurzen Corona-Lockdown im Februar schnell wiederaufnehmen und ist inzwischen nahezu wieder zur Normalität zurückgekehrt. Mit ihrem hohen Anteil von rund 40 Prozent hat sie die Gesamtwirtschaft entscheidend stabilisiert. Der private Konsum hingegen strauchelt weiterhin, belastet von den Ängsten der Menschen vor Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten sowie vor einer zweiten Infektionswelle. Daher musste auch vom Staat in den vergangenen Monaten entscheidende Anschubhilfe für das Wirtschaftswachstum kommen. Pekings Konjunkturmaßnahmen wirken im internationalen Maßstab bislang zwar fast bescheiden, wurden…

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