Asset Allocation

Aktien 2021: Bewertung sieht hoch aus, ist hoch, kann noch steigen

14.000 Punkte im DAX in einer erlebnisreichen Woche: Derzeit fällt es trotz politischer Widrigkeiten in den USA tatsächlich leicht, für die Aktienmärkte positiv gestimmt zu sein. Das Ende der Corona-Pandemie scheint in Sicht, trotz Anlaufschwierigkeiten bei Impfungen in Europa. Der unberechenbare US-Präsident Trump steht vor dem Abgang, der harte Brexit wurde vermieden und die Zentralbanker treiben die ultraexpansive Geldpolitik auf die Spitze. Vor allem die häufig wundersam wirkende Geldvermehrung der Notenbanken wirkt wie eine riesige Marketingkampagne für alle Vermögensklassen. In den letzten Wochen hat sich an den Finanzmärkten ein Optimismus, gemessen an Stimmungsumfragen und Anlegerverhalten, breitgemacht, der in dieser Form schon lange nicht mehr zu beobachten war. Eine große Mehrheit der Privatanleger und Finanzprofis ist „bullish“, d.h. sie wetten auf weiter steigende Kurse. Die Kurse von Aktien, Unternehmensanleihen, Bitcoin und Gold sind seit November fast wöchentlich gestiegen. Eine positive Stimmung an der Börse ist per se nichts Schlechtes. Und in…

Sechs Lehren, die Anleger aus dem Jahr 2020 mitnehmen können

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Es wird als eines der traurigsten Jahre seit Jahrzehnten in die Geschichtsbücher eingehen. 75 Millionen Menschen infizierten sich mit dem Corona-Virus und leiden heute teils unter erheblichen Spätfolgen. Über 1,7 Millionen Menschen ließen infolge der Covid 19-Pandemie ihr Leben. Hinter jedem Todesfall standen wohl unbeschreibliche menschliche Tragödien. Das Virus wirkte aber auch auf andere Lebensbereiche. Vor allem auf die globale Wirtschaftsleistung, die in diesem Jahr trotz Stützungen einbrach. Aber auch die Arbeitswelt und das Leben jedes Einzelnen änderten sich. Technologische Trends wurden verstärkt, der Siegeszug digitaler Produkte und Dienstleistungen schreitet voran. Das Virus wirkte auch auf die Politik. Meinungsverschiedenheiten über die Coronabekämpfung und generelle Politikausrichtungen wurden offengelegt und über die Hebelwirkung sozialer Medien verstärkt. Die politischen Spaltungen nahmen zu, wie nicht nur die Wahl zum US-Präsidenten zeigte. Im starken Kontrast dazu stand 2020 die Entwicklung an den Finanzmärkten. Die Kreditmärkte preisen eine…

DZ BANK Musterportfolio: 16,3 Prozent Zuwachs in 2019

In unserem virtuell geführten Musterportfolio haben wir im Oktober keine Veränderungen vorgenommen. Mit über 16 Prozent rechnerischem Kursplus haben wir Ende Oktober bereits mehr als das Dreifache des geplanten Jahresertrags (vier bis fünf Prozent) im Musterportfolio erzielt. Neuinvestments drängen sich in Anbetracht der anhaltenden Unsicherheiten sowie der starken Entwicklung der Märkte nicht auf. Unsere Strategie lautet unverändert „aktives Warten“ auf gute Anlagemöglichkeiten. Zwar konnten mit dem Brexit und dem US-chinesischen Handelsstreit zwei der wichtigsten politischen Belastungsthemen in den letzten Tagen einer Lösung nähergekommen sein. Doch noch herrscht keine Klarheit. Sowohl im Euro-Raum als auch in den Vereinigten Staaten dürfte sich das Wirtschaftswachstum im abgelaufenen dritten Quartal nochmals abgeschwächt haben. Vor allem die Investitionen leiden unter der fortgesetzten Unsicherheit. Die einzige Konstante dürften bis auf weiteres die Notenbanken sein. Nach ihrer Kehrtwende sind EZB und Fed wieder auf einen expansiveren Pfad eingeschwenkt. Daran dürfte sich in den kommenden Monaten wenig ändern….

Aktuelle Thesen zu Politik, Konjunktur und Kapitalmärkte

Quartalsweise veröffentlichen wir die Publikation „Thesen zu Politik, Konjunktur und Kapitalmärkten“, die unsere aktuelle Einschätzung in knapper Form auf den Punkt bringt. Die aktuelle Version können Sie dem angefügtem Link entnehmen: https://bielmeiersblog.dzbank.de/wp-content/uploads/2019/09/2019-09-05-Kapitalmarktthesen-Q3.pdf        

Auf Kurs mit 16 Prozent Zuwachs in 2019

In unserem virtuell geführten Musterportfolio haben wir im August keine Veränderungen vorgenommen. Unsere Strategie lautet unverändert „aktives Warten“ auf gute Anlagemöglichkeiten. Mit rund 16 Prozent rechnerischem Kursplus haben wir Ende August bereits mehr als das Dreifache des geplanten Jahresertrags (vier bis fünf Prozent) im Musterportfolio erzielt. Neuinvestments drängen sich in Anbetracht der unruhigen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen nicht auf. Die Konjunktur in Deutschland ist vom Wachstumskurs abgekommen, die europäische Wirtschaft hat sich abgebremst. Ausschlaggebend waren die internationalen Belastungen, die vor allem der Industrie zu schaffen machen. Die US-Wirtschaft zeigte hingegen solides Wachstum. Insgesamt haben aber die Sorgen um die Robustheit der Weltkonjunktur zugenommen. Vor Mitte Oktober werden die börsennotierten Unternehmen kaum relevante Nachrichten zur Geschäftsentwicklung bekanntgeben. Bis dahin ist alles, was am Aktienmarkt geschieht, im weitesten Sinn „weißes Rauschen“, also im Wesentlichen bestimmt von Nachrichten zur Konjunktur und Politik. Insgesamt bleiben Aktien beliebt, weil sie höhere Gewinn- (und damit Dividendenrenditen)…

Versorgeraktien dürften alle Risiken eingepreist haben

Die Aktienkurse europäischer Versorger sind dem Gesamtmarktindex Stoxx 600 in den vergangenen zehn Jahren deutlich hinterher gelaufen. Während der Stoxx 600 seine erheblichen Kursverluste, die er während der Finanzmarktkrise und dem Crash 2009 erleiden musste, im Wesentlichen wieder ausgeglichen hat und zwischenzeitlich auch oberhalb des Niveaus aus 2006 notierte, liegen Versorgeraktien in diesem Vergleichszeitraum noch deutlich im Minus. Auf der Suche nach Ursachen für die schwache Kursentwicklung trifft man unweigerlich auf die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima, welche sich im März 2011 ereignete. In der Folge wurde die Zukunft nuklearer Stromerzeugung weltweit verstärkt diskutiert und die Kosten eines Ausstiegs aus dieser, für die Versorger höchst ertragsstarken Stromerzeugung, neu kalkuliert. Der fortschreitende und in der Folge der Reaktorkatastrophe intensivierte Ausbau der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien lastet ebenfalls auf den Gewinnperspektiven der etablierten Stromerzeuger. Die Strompreise und –futures haben sich zuletzt positiv entwickelt. Damit liegen sie zwar noch immer deutlich unterhalb früherer und…

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