Arbeitsmarkt

Black Friday findet in diesem Jahr vor allem in den Internetshops statt

Während früher die Adventswochenenden den Startschuss zum Weihnachtsgeschäft lieferten, beginnt die Jahresendrally für den Handel seit einigen Jahren bereits früher. Hieran haben nicht zuletzt die aus den Vereinigten Staaten eingeführten Trendtage „Black Friday“ und „Cyber Monday“ ihren Anteil. In den USA wird der Black Friday, der Freitag nach Thanksgiving, häufig als Brückentag genutzt. An diesem Tag erzielen die amerikanischen Einzelhändler traditionell ihren größten Umsatz im Jahr. Angeblich kommt sogar der Name „Black Friday“ daher, dass die Geschäfte an diesem Tag die roten Zahlen verlassen und die Gewinnzone erreichen. Als Antwort auf den Black Friday führten die Onlineshops den Cyber Monday ein, den auf den Black Friday folgenden Montag. In den Vereinigten Staaten gilt dieses verlängerte Wochenende schon länger als der Start des Weihnachtsgeschäfts. Aber auch in Deutschland hat es sich mittlerweile durchgesetzt und wird immer öfter hin zu einer „Black Week“ ausgedehnt. Der Handelsverband Deutschland HDE erwartet für die beiden…

Inflation ist nicht zurück

Es gibt insgesamt wenig Zweifel darüber, dass die großen Notenbanken die etablierte expansive Notenbankpolitik in den kommenden Jahren kaum ändern werden. Die niedrigen Zinsen und Renditen dürften uns also erhalten bleiben. Ein Grundpfeiler für diese Annahme ist der sehr moderater Inflationsausblick in eigentlich allen relevanten Industrieländern. Dieser Ausblick dürfte durch den aktuellen Anstieg der Inflation nicht verändert werden. Der Anstieg der Konsumentenpreise ging in den letzten Monaten auf einige Sonderfaktoren zurück, die nicht zu einem anhaltenden Anstieg der Inflationsdynamik führen sollten. So waren fehlende oder weniger als üblich ausgeprägte Sommerschlussverkäufe ein wichtiger Faktor. Außerdem wurde höhere Kosten, die auf die Corona-Pandemie zurückgehen, verstärkt weitergegeben. Angesicht der schwachen Nachfrage dürften die Preiserhöhungsspielräume aber begrenzt sein. Daher ist damit zu rechnen, dass die Inflationsdynamik in den kommenden Monaten wieder abflacht. Nur in Deutschland kann man im kommenden Jahr, in Folge der Normalisierung der Mehrwertsteuer, mit einer höheren Teuerungsrate rechnen. Bei einer weiter…

USA: Beschäftigungsaufbau gerät ins Stocken, verhaltener Ausblick für die Konjunktur

Der US-Arbeitsmarkt befindet sich weiter auf dem Weg der Erholung. Allerdings werden die Schritte nun deutlich kleiner. Im Juli stieg die Zahl der Beschäftigten laut dem offiziellen Arbeitsmarktbericht um 1,8 Mio. gegenüber dem Vormonat an. Besonders Unternehmen im Freizeit und Beherbergungsgewerbe sowie der Staat trugen zu dem Beschäftigungsaufbau bei. Dennoch: Im Juni wurden insgesamt noch weit mehr als doppelt so viele Jobs geschaffen! Die Arbeitslosenquote sank immerhin von rund 11 Prozent im Juni auf nun 10,2 Prozent. Aber auch hier hat sich das Tempo inzwischen deutlich verlangsamt. Die jüngste Entwicklung am Arbeitsmarkt unterstreicht den getrübten Ausblick für die US-Konjunktur: Die Wirtschaft braucht den privaten Konsum als Zugpferd aus der Krise. Gerät der Abbau der Arbeitslosigkeit aber ins Stocken, wird die Konsumfreude der Verbraucher nur langsam zurückkehren. Danach sieht es derzeit aus. Hoffnungen auf eine steile Erholung der US-Wirtschaft werden damit gedämpft. Eine deutlich höhere Zahl von Neueinstellungen wird es wohl…

Corona-Krise wirft den Euro-Raum zurück in das Jahr 2005!

Der länderübergreifende Corona-Lockdown hat im Euro-Raum im zweiten Quartal zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal geführt. Dieser Einbruch ist nicht nur historisch hoch. Das BIP befindet sich nun sogar nur noch auf dem Niveau des Jahres 2005! 15 Jahre Konjunkturgeschehen wurden innerhalb von nur zwei Quartalen zurückgesetzt. Es wird trotz der zu erwartenden teils kräftigen Erholung dauern, bis dieser Einschnitt wieder aufgeholt sein wird. Auch der Blick auf die großen Mitgliedsländer, für die schon ersten Berechnungen oder Schätzungen vorliegen, zeigt die Dramatik der Corona-Rezession. Alle Länder mussten im zweiten Vierteljahr 2020 jeweils zweistellige Rückgänge bei der Quartalsrate verbuchen. Am besten kam noch die deutsche Volkswirtschaft weg. Hier belief sich das Minus auf 10,1 Prozent, in Italien -12,4 Prozent, in Frankreich waren es -13,8 Prozent und in Spanien sogar -18,5 Prozent. Alles jeweils noch nie dagewesene Rückgänge der Wirtschaftsleistung und dramatische Einschnitte ins Wirtschaftsgeschehen, die…

ifo-Geschäftsklima: Der dritte Anstieg in Folge

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Juli weiter verbessert. Das zeigt die aktuelle Umfrage des ifo-Instituts. Der Geschäftsklimaindex ist in den letzten vier Wochen von 86,3 auf 90,5 Punkte angestiegen. Damit beschleunigt sich dieser wichtige Pulsmesser für die deutsche Wirtschaft das dritte Mal in Folge. Das wird gemäß der gebräuchlichen Faustregel als verlässliches Indiz für einen Wendepunkt angesehen. Man kann also mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass sich die deutsche Wirtschaft nach dem tiefen Corona-bedingten Einbruch im Frühjahr wieder in der Erholungsphase befindet. Dabei sind die Geschäftserwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate sogar so positiv wie seit rund 1 1/2 Jahren nicht mehr. Auch das zeigt, dass die deutsche Wirtschaft überzeugt ist, dass in der Corona-Krise das Schlimmste überwunden ist und es im dritten Quartal wieder kräftig aufwärtsgehen wird. Noch sind die Unternehmen allerdings ein gutes Stück vom „Normalzustand“ entfernt. Die aktuelle Geschäftslage schätzen sie immer…

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