US-Unternehmen bei Einstellungen noch vorsichtig

Bei den Unternehmen in den USA ist die Zuversicht offensichtlich groß, dass die Wirtschaft bald wieder kräftig Fahrt aufnimmt. Die nach wie vor hohen Corona-Neuinfektionszahlen beeindrucken sie scheinbar kaum noch. Das geht zumindest aus aktuellen Stimmungsumfragen hervor.  

Doch vor zahlreichen Neu- oder Wiedereinstellungen schrecken die Unternehmen noch sichtlich zurück, wie der jüngste Arbeitsmarktbericht zeigt. So wurden im Januar unterm Strich gegenüber dem Vormonat 49.000 Stellen geschaffen. Das ist immerhin ein Hoffnungsschimmer, die Erholung am Arbeitsmarkt geht grundsätzlich voran. Gerade im Hinblick auf den weiterhin enormen Aufholbedarf bei der Beschäftigung, besonders im Dienstleistungsbereich, ist der Fortschritt dann doch sehr klein. Die Arbeitslosenquote nahm zwar merklich ab, aber wohl vor allem, weil viele Arbeitslose entmutigt den Arbeitsmarkt verließen. Zudem berichtete die Statistikbehörde von möglichen Fehlklassifikationen, wodurch das tatsächliche Ausmaß der Arbeitslosigkeit unterschätzt werde. Aber selbst mit den gemeldeten 6,3 Prozent blieb die Arbeitslosenquote im Januar weit oberhalb des Vorkrisenniveaus von 3,5 Prozent.

Stärkere Beschäftigungszuwächse dürfte es erst geben, wenn die Pandemie deutlich besser unter Kontrolle ist. Erst dann dürften Lockdown-Maßnahmen gelockert werden und die Unternehmen tatsächlich wieder viele Arbeitsplätze besetzen, zum Beispiel im Freizeit- und Beherbergungsbereich. Möglich wird das aber wohl erst ab dem zweiten Quartal 2021, sofern der Impfprozess gut vorankommt.

— Alexander Buhrow

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